"Sprich doch einfach mal langsamer...
- 11. Feb.
- 1 Min. Lesezeit
...und mach mehr Pausen!“.
So der wohl gemeinte Satz zuletzt von Kollegin zu Kollege.
Ja, klingt auch erst einmal logisch, bringt aber selten echte Veränderung.
Wieso?
Was heißt eigentlich langsamer sprechen? Wie langsam ist langsam genug? Wo genau sollen diese Pausen hin? Wie lang darf so eine Pause sein, damit sie nicht unangenehm wirkt - für einen selbst, für die Zuhörenden? Und was, wenn ein Mensch von Haus aus viel Tempo mitbringt, im Denken, Fühlen, Reden?
Interesant, gell?
Wenn diese Fragen beantwortet werden und Menschen lernen, die Stimme genau in den verschiedenen Kommunikationssituationen (Präsentation, Telefonat, Gespräch, Meeting) bewusst einzusetzen, kann sie sie auch dort tragen.
Für mich als Stimmtrainerin ist entscheidend, zu verstehen, wie ein Mensch in Situationen „tickt“. Ich betrachte in der Zusammenarbeit immer die gesamte Persönlichkeit meines
Gegenübers.
Was bewegt? Was blockiert? Wie klingt die Stimme, wenn es ernst wird und Anspannung entsteht? Und was braucht es alles, damit sie dennoch trägt?
Menschen im Training erarbeiten sich dann das Zusammenspiel aus Instrument Stimme, Persönlichkeit und Atmung. Auch Tonhöhe, Klangfarbe, Modulation, Artikulation und damit verbunden das Wissen, wie alles miteinander harmonisch in Einklang kommt - vergleichbar wie in einem Orchester.
Dieses erlernte, sichere Sprechen unterscheidet den Laien vom Profi: In der Lage zu sein, in verschiedenen Situationen die Stimme bewusst einzusetzen, damit genau in dem Moment das gesagt wird, was gesagt werden will - inhaltlich wie klanglich.
Wie tickst du?




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